Die Zukunft der Sozialen Sicherungssysteme: Warum dieses Thema?

Im Schatten des Klimawandels sind der demografische Wandel und die Zukunft unserer sozialen Sicherungssysteme in der breiten Öffentlichkeit weitaus weniger präsent. Dabei sind zwischen diesen Themen einige Parallelen zu erkennen. Ähnlich zur Klimafrage sind auch beim demografischen Wandel die gravierendsten Folgen noch nicht direkt für die Gesellschaft ersichtlich, obwohl sie in relativ kurzer Zeit eintreten werden.

Unsere Bevölkerungsstruktur wird sich in den nächsten Jahren massiv verändern, wobei der Renteneintritt der sogenannten „Baby-Boomer“ den größten Einfluss haben wird. Dies wird eine massive Verschiebung des Verhältnisses von Beitragszahlenden zu Beitragsempfangenden zur Folge haben und damit den Generationenvertrag in Frage stellen, auf dem unser jetziges System basiert. Im Vergleich zur jetzigen Verteilung wird die Rente einer deutlich größeren Gruppe von einer deutlich kleineren Gruppe bezahlt werden müssen. Die finanziellen Auswirkungen auf jüngere Generationen sind somit enorm.
Diese Problemstellung lässt sich auch auf das Pflege- und Gesundheitssystem anwenden, wobei der demografische Wandel in diesem Bereich weitere Folgen hat. Beispielsweise wird der ohnehin schon vorhandene Fachkräftemangel durch mehr Pflegebedürftige weiter verstärkt werden.
Die Folgen dieser Entwicklung, zum Beispiel eine höhere Altersarmut oder sogar der Zusammenbruch unseres Sozialversicherungssystems müssen gestoppt werden.
Leider ist diese Problematik, ähnlich wie beim Klimawandel, von politische Untätigkeit gekennzeichnet. Diese muss dringend beendet werden um tragfähige sowie generationengerechte Lösungen zu finden.

Positionspapier Rente und Pensionen

 

Der Walkshop Soziale Sicherung – Worum geht’s?

Die Zukunft unserer sozialen Sicherungssysteme ist ein Thema, das unsere Gesellschaft in Zukunft vor große Herausforderungen stellen wird. Daher ist es unabdingbar, dass Lösungsansätze erstellt und diskutiert werden. In diesem Zusammenhang ist auch eine größere öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema essenziell.

Das von der SRzG ins Leben gerufene Bildungsprojekt „Walkshop Soziale Sicherung“ soll genau hier ansetzen und junge Menschen für die Problematik sensibilisieren. Der Walkshop wird vom 25. bis 29. April 2023 in und um Berlin stattfinden. Das Projekt setzt sich aus verschiedenen Elementen zusammen. Die Gruppe wird bei einer Mehrtageswanderung etwa 40 Kilometer zurücklegen, während der die Teilnehmenden zum Thema passende Podcasts oder Hörbücher hören werden und ihr neu erworbenes Wissen mit anderen diskutieren können.
Darüber hinaus wird die Gruppe verschiedene Lernorte in Berlin besichtigen. Außerdem finden insgesamt 3 abendliche Dialogveranstaltungen statt. Hier kommen Vertreter:innen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, und Zivilgesellschaft zusammen und diskutieren bestimmte Aspekte der übergreifenden Thematik der sozialen Sicherungssysteme. Dabei können die Teilnehmenden weiteres Wissen erwerben und darüber hinaus mit Expert:innen und Entscheidungsträger:innen ins Gespräch kommen.
Durch die Teilnahme an diesem Bildungsprojekt erhalten junge Menschen die Gelegenheit, sich zu einer zentralen Problematik unserer Gesellschaft weiterzubilden. Sie können ihr erlerntes Wissen an andere weitergeben und somit zu einer größeren öffentlichen Aufmerksamkeit für das Thema beitragen.

 

Vergangene Walkshops

Der Walkshop 2023 basiert auf einem von der SRzG entwickelten Konzept, mit dem bereits mehrere Walkshops erfolgreich organisiert wurden. Die bisherigen drei Projekte befassten sich mit den Themen Klima, Kohleausstieg und Atommüll. Was ein Walkshop eigentlich ist,  wird in einem Video erklärt.


Finanzierung

Das Projekt wird durch die Stiftung Apfelbaum unterstützt. Durch die Förderung der Stiftung ist es uns möglich, die Kosten für Unterkunft und Verpflegung komplett zu übernehmen, so dass die Teilnahme so weitgehend unabhängig von sozioökonomischen Faktoren ist. Nur die Kosten für die eigene An- und Abreise nach Berlin übernimmt die SRzG nicht. Die SRzG empfiehlt die Anreise mit der Bahn zu Sparpreisen.

Gefördert durch die Stiftung Apfelbaum

Kooperationspartner