Zukünftige Generationen sind von der Aktivität und Strahlenbelastung radioaktiver Abfälle enorm beeinflusst. Die Bundesregierung hat einen Planungszeitraum auf 1 Million Jahre festgelegt, doch Grundlage dafür war nicht, wie lange Atommüll gefährlich wie künftige Generationen ist, sondern wie lange stabile Gesteinsformationen vorhersehbar sind, die ein Endlager nicht gefährden. Die Strahlenbelastung des Atommülls wird für zukünftige Menschen deutlich länger als eine Million Jahre eine Gefahr darstellen.

Bis 2080 werden etwa 10.500 Tonnen hochradioaktiver Abfall prognostiziert. Dies entspricht in etwa einem Volumen von 550m^3 (Bei einer Dichte von 19gr/cm^3). Dieser hochradioaktive Abfall wird noch etwa 5.1 * 1010 Jahre lang hochradioaktiv bleiben, und erst in 2.4 * 1011 Jahren schwachradioaktiv werden. Von heute an bis in 11 Mrd. Jahren ist die Strahlenbelastung deshalb noch so hoch, dass für Menschen (bei heutiger physischer Konstitution) eine Gesundheitsgefährdung ausgeht. Wie lange genau, ist allerdings von einem Bündel an Annahmen abhängig. Welche Annahmenbündel möglich sind, und wie sich das auf die ermittelte Dauer auswirkt, wird in diesem Blogbeitrag offengelegt:

https://generationengerechtigkeit.info/unser-atommuell-gegen-zukuenftige-generationen-gefaehrlich-sein/.

Das „Ewigkeitsproblem“ des Atommülls verdeutlicht, dass zukünftige Generationen vor großen Herausforderungen stehen.

Dieses Projekt wird gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages. Die Verantwortung für den Inhalt liegt bei den Autorinnen und Autoren.